Pensionszusage Vor-GmbH-Zeit zählt

Soll die GmbH ihrem Gesellschafter-Geschäftsführer eine Pensionszusage erteilen, spielt auch der Zeitfaktor eine gewichtige Rolle. Der Zeitraum zwischen Erteilen der Zusage und Eintritt des Pensionsalters darf nicht zu kurz sein. Bei beherrschenden Gesellschafter-Geschäftsführern muss er mindestens zehn Jahre betragen. Bei nicht beherrschenden Mitgesellschaftern genügen drei Jahre, wenn die Gesamtdienstzeit in der GmbH bei Eintritt in den Ruhestand zwölf Jahre beträgt. Das ist gefestigte Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs.

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Außerdem wichtig: Der Geschäftsführer muss vorher seine Befähigung für die Führungsposition unter Beweis gestellt haben. Eine Pensionszusage unmittelbar nach der Anstellung als Geschäftsführer zu erteilen, ist nach dem Bundesfinanzhof grundsätzlich unüblich und damit in der Regel eine verdeckte Gewinnausschüttung. Eine Wartezeit von fünf Jahren soll aber genügen. Ist die GmbH aus einem bestehenden Unternehmen hervorgegangen, ist auch eine kürzere Wartezeit zulässig. Bei einer neu gegründeten Gesellschaft kann in folgendem Fall sogar ganz darauf verzichtet werden: Der Gesellschafter-Geschäftsführer hat sich zuvor schon mehrere Jahre in seinem Einzelunternehmen mit demselben Tätigkeitsbereich bewährt (FG Berlin-Brandenburg, rkr. Beschluss vom 17.6.2014, Az. 10 V 10102/13).

Beachten Sie: Nach Auffassung der Finanzverwaltung ist eine Probezeit von zwei bis drei Jahren regelmäßig ausreichend. Bei Neugründungen sind es fünf Jahre. Besprechen Sie die Rechtslage vor einer Entscheidung ggf. ausführlich mit Ihrem steuerlichen Berater