Preisvergleich:Verbraucher zahlen oft zuviel

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Preisvergleich Verbraucher zahlen oft zuviel

Bei jedem dritten  Schnäppchen in Onlineshops zahlt der Käufer in Wirklichkeit drauf: So das Ergebnis einer Studie des Preisvergleichsportals guenstiger.de. Bei knapp einem Drittel der insgesamt 127 untersuchten Angebote wurde im Internet ein günstigerer Preis bei Wettbewerbern gefunden. Wer die Rabattaktionen nicht hinterfragte, zahlte im Extremfall fast das Doppelte.

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Mit zahlreichen Preisaktionen wie dem Schlussverkauf, Deals des Tages oder Blitzangebote locken Onlineshops regelmäßig ihre User an die virtuelle Kasse. Laut guenstiger.de-Studie des Preisvergleichs sollten Sparfüchse jedoch nicht vorschnell auf die vermeintlichen Schnäppchenangebote reinfallen. Das Portal prüfte die Rabattaktionen acht verschiedener Onlineshops und verglich die Deals aus der Unterhaltungs- und Haushaltselektronik mit den Preisen konkurrierender Händler im Netz. Bei redcoon beispielsweise wurde die Kaffeemaschine DeLonghi EDG 636.S für 115 Euro beworben, bei einem anderen Onlinehändler gab es das gleiche Modell zum selben Zeitpunkt allerdings für nur 60 Euro und damit 48 Prozent günstiger. Im Durchschnitt mussten Käufer bei den „Schnäppchen“ von redcoon 8 Prozent draufzahlen.

Dasselbe Ergebnis zeigte sich beim „%Sale%“ von Otto. Dort gab es den Standmixer WMF Kult X Mix & Go für 43,45 Euro, während bei der Konkurrenz nur 31,40 Euro fällig wurden (28 Prozent weniger). Computeruniverse war bei seinem „Technik-WSV“ im Schnitt 6 Prozent teurer. Für den Drucker Canon Pixma MG7750 verlangte der Shop zum Beispiel 134,90 Euro und damit 48 Prozent mehr als der preiswerteste Händler auf guenstiger.de (90,89 Euro).

Als größtenteils lohnenswert entpuppte sich der „Wahnsinns Schnell Verkauf“ von Media Markt. Kunden konnten hier im Schnitt 16 Prozent gegenüber anderen Anbietern sparen. Die Logitech Ultimate Ears Boom 2 gab es beispielsweise für 79 Euro statt 129,99 Euro (nächstbestes Angebot). Bei Amazons „Blitzangebote“ konnten Verbraucher ebenfalls mehrheitlich sparen. Die Produkte wurden von dem Onlineversandhaus durchschnittlich 12 Prozent preiswerter als bei vergleichbaren Händlern gelistet.

Dennoch gab es sowohl bei Media Markt als auch Amazon vereinzelt Angebote, die sich nicht rentierten. Ein Vergleich ist also in jedem Fall ratsam. „Wer sich beim Onlineshopping von Rabatten zum Kauf verleiten lässt und vorschnell auf bestellen klickt, läuft Gefahr sein Geld zum Fenster hinauszuwerfen“, erklärt Nicole Berg, Marktexpertin bei guenstiger.de. „Verbraucher sollten jedes Angebot kritisch hinterfragen und die Preise mit anderen Anbietern vergleichen.“