Schuhhandel:Insolvenz wegen E-Commerce?

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Schuhhandel Insolvenz wegen E-Commerce?

Jetzt hat es die Erlanger Schuhhandelskette Mengin erwischt. Das Unternehmen mit 13 Filialen in Bayern und Sachsen habe beim Amtsgericht Fürth einen Antrag auf eine Sanierung in Eigenverwaltung gestellt, teilte der vorläufige Sachwalter mit.

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Die Geschäfte liefen normal weiter. Das Unternehmen beschäftigt rund 200 Mitarbeiter. Sie seien in Filialen in Nürnberg, Fürth, Erlangen, Ansbach, Schweinfurt, Regensburg, Neumarkt, Hof und Plauen beschäftigt.

Unternehmenschef Andreas Mengin begründete den Gang zum Insolvenzgericht mit dem Preisdumping des übermächtigen Internethandels. „Das macht uns seit Monaten schwer zu schaffen“, betonte Mengin in einer Mitteilung. Die Kette zahle an den Topstandorten hohe Mieten - gleichzeitig seien immer weniger Menschen in den Innenstädten unterwegs. „Das sind gravierende Marktverschiebungen, der stationäre Handel kämpft gegen den Internethandel“, betonte der Firmenchef.

Er wolle nun versuchen, das seit 1919 bestehende Unternehmen mit professioneller Hilfe „nachhaltig aufzustellen und in eine sicher Zukunft zu führen“.