Referenzzinssätze Euribor kontrollieren

Die nach wie vor sehr belastenden Kontokorrentzinsen sollten Sie einer stetigen Prüfung unterziehen. Vor allem dann, wenn Ihr Zins nicht fest ist, sondern sich an Referenzzinssätzen orientiert. Plus festgelegtem Aufschlag. Bei einem Ihrer Unternehmerkollegen ist die Referenz der 3-Monats-Euribor – das ist der Zinssatz, den sich Banken untereinander berechnen – plus vier Prozent.

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Eigentlich sollte der Euribor alle drei Monate kontrolliert und die Kontokorrentzinsen entsprechend angepasst werden. In diesem Fall hätte das bedeutet, dass Ihr Kollege sogar weniger als vier Prozent zahlen musste. Doch die Bank ließ sich mit der Anpassung viel Zeit. Ihr Kollege prüfte das erst nach mehreren Jahren. Die dadurch überhöhten Zinsen berechneten sich letztendlich auf einen vierstelligen Betrag. Nach einem diesmal für das Kreditinstitut unangenehmen Gespräch wurden die überhöhten Beträge auf Heller und Pfennig zurückerstattet.

Lassen Sie es nicht soweit kommen. Prüfen Sie, nach welchem Referenzzinssatz Sie und Ihre Bank arbeiten. Setzen Sie entsprechend Ihrem Anpassungsrhythmus den jeweils fälligen Termin in Ihren
Kalender und lassen Sie sich daran erinnern – per Smartphone oder Rechner. Vergleichen Sie die Entwicklung Ihrer Zinsen mit dem vereinbarten Satz. Etwa beim Euribor im Internet unter http://de.euribor-rates.eu/aktuelle-euribor-werte.asp.

Ist bei Ihnen hingegen ein fester Zinssatz Maßstab, ist es weniger einfach. Und Sie zahlen häufig mehr. Zinssätze von um die acht bis neun Prozent sind die Regel. Als solventer Kunde mit hohem Geschäftsvolumen sollten Sie sich das nicht so ohne weiteres gefallen lassen. Fordern Sie Ihr Institut auf, Ihnen entgegen zu kommen. Häufig sind um ein bis zwei Prozentpunkte günstigere Zinsen drin.