Karriere Fürsorgliche Chefinnen

Das habe ich schon immer erfahren dürfen. Unternehmerinnen und Chefinnen achten offenbar, so eine aktuelle Umfrage unter deutschen Unternehmerinnen, in einem hohen Maß auf ihre Mitarbeiter, zeigen Fürsorge und achten auf solche Dinge wie einen pünktlichen Feierabend. Meine langjährige ehemalige Chefin achtete auch darauf, wann immer möglich selbst den Arbeitsplatz abends zeitig zu verlassen, wenn es die Arbeit erlaubte. Einem Kollegen aus der Führungsetage, der ihr um 18 Uhr abends zurief „Haben Sie sich einen halben Tag freigenommen“, zeigte sie einfach die kalte Schulter. Damit war sie ein gutes Vorbild für mich (was mein Team hoffentlich bestätigen wird).

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Vor allem anderen hat der achtsame Umgang mit beruflichen E-Mails außerhalb der Arbeitszeit hohe Priorität, zeigt dieselbe Umfrage, die sie seit 2012 jährlich vom Verband Deutscher Unternehmerinnen und der Deutschen Bank erhoben wird. Danach sprechen sich 62 Prozent der Befragten gegen E-Mails an Mitarbeiter im Urlaub aus, 52 Prozent lehnen Mails nach Feierabend ab. Aber, jetzt kommt der Wermutstropfen – und hier kommt wieder meine vorbildliche Chefin ins Spiel: Nur 19 Prozent bestätigen, dass sie Beruf und Privatleben strikt trennen. Das muss anders werden, davon bin ich zutiefst überzeugt. Schreiben Sie mir, wie Sie mit diesen Herausforderungen umgehen. Ich bin neugierig (vor allem weil ich natürlich weiß, dass es berufliche Herausforderungen gibt, bei denen eine strikte Trennung zu den privaten Dingen nicht möglich ist. Auf jeden Fall wünscht Ihnen das Team von BusinessHandel frohe Ostern mit einer guten Work-Life-Balance. Wir machen eine kleine Osterpause bis zur KW. 17 und melden uns dann wieder mit frühlingsfrischen News.